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Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen Stahnsdorf
Menschen für Menschen in der Selbsthilfe und im bürgerlichem Ehrenamt
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Wie funktionieren Selbsthilfegruppen ?
 
 
 

„Selbstselbsthilfegruppen sind freiwillige Zusammenschlüsse von Menschen auf örtlicher / regionaler Ebene, deren Aktivitäten sich auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten und / oder psychischen Problemen richten, von denen sie –  entweder selber oder als Angehörige – betroffen sind.

 
 

Sie wollen mit ihrer Arbeit keinen Gewinn erwirtschaften. Ihr Ziel ist eine Veränderung ihrer persönlichen  Lebensumstände und häufig auch ein Hineinwirken in ihr soziales und politisches Umfeld.

 
 

In der regelmäßigen, oft wöchentlichen Gruppenarbeit betonen sie Gleichstellung, gemeinsames Gespräch und gegenseitige Hilfe. Die Ziele von Selbsthilfegruppen richten sich vor allem auf ihre Mitglieder. Darin unterscheiden sie sich von anderen Formen des Bürgerengagements.

 
 

Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern (Ärzten, Therapeuten, anderen Medizin- oder Sozialberufen) geleitet; manche ziehen jedoch gelegentlich Experten zu bestimmten Fragestellungen hinzu.“

 
 

(Definition der Krankenkassen)

 
 
 

Es gibt Selbsthilfegruppen zu ganz unterschiedlichen Bereichen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie alle zur Förderung umfassender Gesundheit – verstanden als körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden (im Sinne der Weltgesundheitsorganisation) – beitragen können.

Diese Bereiche können allgemein unterteilt werden in: chronische Erkrankungen; psychosoziale Probleme; Behinderung und Sucht sowie in die Themen Frauen; Eltern-Kind-Selbsthilfe; Alter, Nachbarschaft; besondere soziale Situationen; Kultur und Ökologie.

Welche Gruppen sich im einzelnen innerhalb dieser Bereiche in Potsdam-Mittelmark finden, entnehmen Sie bitte der Datenbank von PM (klicken Sie auf den Link 'Suche nach Selbsthilfegruppen in PM' auf der KIS Homepage), oder fragen Sie direkt die KIS.

Wenn Patienten z.B. von ihrem Arzt diagnostiziert bekommen, in Zukunft mit ihrer Krankheit leben lernen zu müssen, kann eine Selbsthilfegruppe diesen Leidensdruck auffangen. Durch die Mitarbeit in dieser Gruppe, durch gegenseitiges Geben und Nehmen, kann der Betroffene und Angehörige eine neue Lebensqualität erlangen.

Er getraut sich eher, zu Menschen mit gleicher Betroffenheit zu sprechen, kann zuhören, kann hier seine Probleme abladen und wird verstanden. Der Erfahrungsaustausch, das Gruppenleben und (z.B. bei Rheuma-Gruppen und Rolligruppen) zusätzliche Gruppengymnastik in den Selbsthilfegruppen bewirken oft auch sinnvolle Ergänzungen für ärztliche Therapien.

In Gesprächsrunden können für den Einzelnen neue Hilfsquellen und Lebenshilfen erschlossen werden. Auch Angehörige von Menschen mit gesundheitlichen oder sozialen Problemen finden im Erfahrungsaustausch Rat und Hilfe bei psychosozialen Belastungen. Sie können sich informieren, mit anderen Menschen in Kontakt kommen, sich einfach nur wohl fühlen oder z.B. Kraft für die Pflege des Angehörigen sammeln.

 
Wichtige Effekte von Selbsthilfe für die Betroffenen:

 

               

 

Verhaltensänderungen

 

Positive Auswirkungen auf die Gesundheit bzw. bessere Bewältigung von Krankheit und Behinderung

 

Verbesserung des subjektiven Wohlbefindens, des Selbstwertgefühls und der Lebensqualität

 

Verringerung psychischer Störungen, von Depressionen und Traurigkeit

 

Entlastung und Stärkung von Partnerbeziehungen

 

Verbesserung von Beziehungen zu Familienmitgliedern und Freunden

 

Mehr soziales Engagement

 

Mehr Therapietreue bei medizinischen Behandlungen